Workshop „Kooperation neu denken: Mitgestaltung als Brücke zwischen Akteursgruppen“ auf der Regionalpolitischen Jahrestagung 2026

Transformationsprozesse stellen Regionen vor komplexe fachliche, politische und gesellschaftliche Herausforderungen. Mitgestaltung wird dabei nicht als einzelnes Beteiligungsformat verstanden, sondern als Voraussetzung gelingender Kooperation. Unterschiedliche Akteurslogiken und Handlungsspielräume erfordern Übersetzungsleistungen, Dialog und geeignete Koordinierung. 

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) organisiert das HALIS einen Workshop auf der Regionalpolitischen Jahrestagung 2026 mit dem Titel „Kooperation neu denken: Mitgestaltung als Brücke zwischen Akteursgruppen“, der den Fokus auf neue Formen regionaler Zusammenarbeit im Kontext des Strukturwandels richtet. Die diesjährige Tagung findet vom 2. bis 3. März 2026 in Halle (Saale) statt und richtet sich an ausgewählte Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Verbänden und Zivilgesellschaft. Mehr Informationen zu Ort und Zeitpunkt des Workshops finden Sie hier.

Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Jonathan Everts (HALIS) werden vier jeweils fünfminütige Praxisimpulse vorgestellt, die Formen transformativer Kooperation und Mitgestaltung bereits aktiv umsetzen: 

Cornelia Reichel, Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation

Einblick in das „Junge Zukunftszentrum“: ko-kreative Formatentwicklung des zukünftigen Begegnungsortes gesellschaftlicher Zusammenarbeit im Jugendbereich 

Felix Kolb, Agentur für Aufbruch (MLU, Werkleitz e.V)

Verschränkung von künstlerisch-wissenschaftlicher Perspektive auf Zukunft, Wandel und Region über verschiedene kollaborative Formate

Dr. Hilmar Preuß, DGB Revierwende Mitteldeutsches Revier, Büro Halle

Austausch und Kooperationen zwischen Interessensgruppen durch Bereitstellung von Dialogplattformen

Ilka Bickmann, science2public

Wissenschaftskommunikation und Debattenkultur zur Übersetzung von Wissenschaft in Zivilgesellschaft und Praxis

Im Anschluss finden die in den Inputs vorgestellten Strategien, Ideen und Konzepte in einer interaktiven Gruppenphase Anwendung. An vier Thementischen sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops eingeladen, jeweils einen konkreten Anwendungsfall aus der Region zu bearbeiten. Die Anwendungsfälle werden von den Revierscouts des Just Transition Centers der MLU (Katja Wendland, Dr. Cornelia Deimer, Thomas Ernst, Christian Hennicke) eingebracht, welche zugleich die Diskussion an den Tischen moderieren. Die Revierscouts sind Brückenakteure, die zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bzw. Gesellschaft in der Region vermitteln und dadurch Kooperation ermöglichen. 

Ziel ist es, tragfähige Kooperations- und Kommunikationsformate zu entwickeln, die die unterschiedlichen Akteurslogiken von Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wirksam zusammenführt und gemeinsame Handlungsperspektiven ermöglicht. Der Workshop beleuchtet somit, wie unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche an Mitgestaltung zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vermittelt und moderiert werden können.