Unsere Publikationen
HALIS-Schriftenreihe: „Just Transitions – Beiträge zum Strukturwandel“
Die Schriftenreihe vereint interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeiten zu Themenbereichen der postfossilen Demokratie, neuer Energie- und Ressourcenkulturen sowie Mensch-Umwelt Beziehungen. Im Fokus stehen sowohl die multiskalaren Prozesse des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier als auch überregional vergleichende Forschungsarbeiten und internationale Beiträge zur Just Transition Forschung. Die Veröffentlichungsreihe umfasst wissenschaftliche Abschlussarbeiten und Artikel.

5. Band: „Transformative Praxis - Wissenschaft, Transfer und Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier"
Herausgeber:innen: Pia Kahlfuß, Jonathan Everts, Mareike Pampus
Zusammenfassung:
Der Konferenzband bündelt die zentralen Erkenntnisse und Diskussionen der gleichnamigen Tagung (3. bis 5. April 2024) und vereint Perspektiven aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Er zeigt, welche Transformationsprozesse und Projekte in der Region bereits im Gange sind, wie Akteure lokalen und überregionalen Herausforderungen begegnen und welche neuen Ideen für eine lebenswerte, „postfossile“ Zukunft entstehen können. Ein zentrales Ergebnis des Bandes sind die dargestellten Handlungsfelder, die im Kontext einer transformativen Praxis für das Mitteldeutsche Revier zusammengedacht werden müssen. Der Konferenzband legt damit eine Bestandsaufnahme zukünftiger Herausforderungen und Chancen des Strukturwandels in der Region vor.

4. Band: "Engagement als Chance? Zivilgesellschaft in einer vom Strukturwandel betroffenen Stadt. Eine Fallstudie zu Aktiven in Herne"
Autorin: Leonie Franziska Gränert
Zusammenfassung:
Urbane strukturschwache Regionen werden oftmals hinsichtlich ihrer Defizite gegenüber vermeintlichen ökonomischen Zentren betrachtet und erfahren Stigmatisierung im öffentlichen Diskurs. Forschungsansätze der Left-Behindness und (Ent- )Peripherisierungsforschung setzen neue Akzente, die abseits von „Abgehängtheits“-Diskursen potenzialorientierte Perspektiven einnehmen. Diese Arbeit knüpft dort mit ihrem akteurszentrierten Blickwinkel lokaler Engagierter an. Mittels Grounded Theory und der theoretischen Linse des Place Attachments werden Bleibe- und Zukunftsperspektiven am Fallbeispiel der Ruhrgebietsstadt Herne betrachtet. Anhand von Interviews mit örtlichen Engagierten wurden Beweggründe und Faktoren für lokales Engagement identifiziert. Auf diese Weise wird ergründet, welche Rolle Engagement bei der Gestaltung und Entwicklung strukturschwacher urbaner Räume spielt. Die Ergebnisse belegen die Notwendigkeit eines stärkeren Fokus auf agency- und chancenorientierte Perspektiven strukturschwacher (urbaner) Regionen. Die Arbeit reiht sich mitunter in das interdisziplinäre Feld der geographischen Engagementforschung ein.

3. Band:"Pödelwitz als Modelldorf: Transformative Kommunalentwicklung im Kontext von Strukturwandel"
Autor: Sebastian Schöne
Zusammenfassung:
Der Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier erfordert sozial verträgliche und ökologisch nachhaltige Übergänge, geprägt von unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen und ungleichen Einflussmöglichkeiten. Im Fokus steht das vom Braunkohleabbau bedrohte und heute von Leerstand geprägte Dorf Pödelwitz bei Leipzig. Der Verein „Pödelwitz hat Zukunft“ e.V. verfolgt eine gemeinwohlorientierte Revitalisierung mit kollektiven Wohn-, Arbeits- und Eigentumsformen. Dies steht im Spannungsfeld zu den privatwirtschaftlichen Interessen des Bergbauunternehmens MIBRAG, das rund 80 % des Gebäudebestands besitzt und erheblichen Einfluss auf die Dorfentwicklung hat.
Die Arbeit begleitete einen partizipativen Prozess mit Interessierten, visualisierte Nutzungsideen und nutzte diese als Diskussionsgrundlage mit Bevölkerung, Politik und Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Revitalisierung neue Perspektiven für nachhaltige Raumentwicklung und zivile Teilhabe eröffnen und Impulse für transformative Kommunalentwicklung im ländlichen Raum setzen kann.

2. Band: "Property Matters: Soziale Aushandlungsprozesse von (Wohn)Eigentum im Strukturwandel: Eine empirische Untersuchung am Beispiel des Südraums von Leipzig"
Autor: Felix Kolb
Zusammenfassung:
Im Kontext des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier und stark steigender Miet-, Kauf- und Bodenpreise gewinnt Eigentum zunehmend an Bedeutung. Die Arbeit untersucht, welche Rolle Eigentumsstrukturen für eine sozial gerechte Transformation spielen und welche Konflikte daraus entstehen. Auf Basis qualitativer Interviews aus drei Fallbeispielen im Südraum Leipzig werden Aushandlungen von (Wohn)Eigentum aus Sicht zentraler Akteur:innen analysiert. Dabei zeigen sich unterschiedliche Eigentumsvorstellungen, Machtasymmetrien und die Bedeutung von Erfahrungswissen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass uneingeschränktes Privateigentum kommunale und kollektive Raumansprüche behindern kann. Vor dem Hintergrund von Finanzialisierung und (Ent)Peripherisierung wird ein Paradigmenwechsel hin zu stärkerer kommunaler Einflussnahme empfohlen. Die Arbeit knüpft an die Legal Geography an, die die räumlichen und sozialen Auswirkungen rechtlicher Strukturen interdisziplinär untersucht.

1. Band: "Postfossile Zukünfte: Strukturwandel gemeinsam gestalten"
Herausgeber:innen: Jonathan Everts, Asta Vonderau, Christian Tietje, Azar Aliyev, Mareike Pampus, Felix Kolb
Zusammenfassung:
Im Rahmen der HALIS-Konferenz „Postfossile Zukünfte: Strukturwandel gemeinsam gestalten“ (6.-7.10.2022) ist ein Konferenzband erschienen. Er vereint - nach einem Editorial der Direktor:innen und einem Grußwort der MLU-Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker - noch einmal alle Perspektiven der Tagung. Dabei fasst er die wichtigsten Erkenntnisse und Diskussionspunkte zusammen.
